Wie können Sie
Ihr Kind unterstützen?

Wenn ein Kind Legasthenie hat, dann ist das auch für die Eltern eine belastende Situation. Sie merken, dass sich Ihr Kind in der Schule viel schwerer tut als die anderen Kinder. Sie erleben, dass Ihr Kind ständig mit neuen Herausforderungen und Misserfolgen kämpfen muss.

Sie wollen helfen, wissen aber nicht was Sie tun können. Und Sie fragen sich vielleicht „Warum ausgerechnet mein Kind?“. Wir helfen Ihnen! Mit guter Förderung und starkem Rückhalt stehen Ihrem Kind alle Wege offen.

Wie können Sie Ihr Kind unterstützen?

Der Rückhalt in der Familie ist für Ihr Kind besonders wichtig. Denn Sie als Eltern sind die engsten Bezugspersonen. Neben fundierter Information über Legasthenie und individueller Beratung möchte der BVL Ihnen Wissen und Tipps an die Hand geben, wie Sie Ihr Kind im Umgang mit seiner Legasthenie optimal unterstützen. Auch in Veranstaltungen, wie unseren Elternfortbildungen, bieten wir Ihnen Hilfe zur Selbsthilfe.

Im Elternratgeber über Legasthenie finden Sie weitere, ausführliche Informationen

Geben Sie Ihrem Kind alle wichtigen Informationen über Legasthenie

Je mehr Informationen Ihr Kind erhält, umso besser kann es seine Legasthenie einordnen und selbstbewusst damit umgehen.

  • Erklären Sie Legasthenie als das, was es ist – eine Hürde und besondere Herausforderung, die zu nehmen ist.
  • Verdeutlichen Sie Ihrem Kind, dass es viele andere gibt, die das gleiche Problem haben und diese Lernbeeinträchtigung nichts mit seiner Intelligenz und seinen Begabungen zu tun hat. Geben Sie positive Beispiele für Menschen, die ebenfalls eine Legasthenie haben/hatten: Albert Einstein zum Beispiel hatte Legasthenie.

Zeigen Sie Ihrem Kind konkrete positive Perspektiven auf – wie Sie als Familie mit Unterstützung durch die Schule, Lehrkräfte und Therapeut*innen das Problem angehen werden

Nehmen Sie den Druck raus

Machen Sie der Überforderungsspirale und Versagensängsten gleich zu Hause ein Ende und achten Sie darauf, dass die Legasthenie Ihres Kindes nicht zum Hauptthema in der Familie wird.

  • Es wird ein längerer Weg, den die Familie gemeinsam geht – kurzfristige Erfolge werden nicht erwartet.
  • Erkennen Sie die Bemühungen des Kindes/Jugendlichen an und wecken Sie Lernmotivation
  • Lesen ist wichtiger als Rechtschreiben: Die Lesekompetenz Ihres Kindes ist für den Wissenserwerb in allen Fächern wichtig.

Holen Sie sich Hilfe

Mit der A-Z Info Mailing-Serie des BVL wollen wir Eltern Informationen und Tipps weitergeben für einen guten Umgang mit den Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten ihres Kindes. Wir möchten Sie begleiten auf Ihrem Weg von der Diagnose zur Wahl der passenden Förderung, Tipps geben für schwierige Hausaufgaben-Situationen sowie Lehrergespräche und den Blick dabei auch auf das Positive lenken.

Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass dieser Weg nicht immer einfach ist. Wir wissen aber auch, wie man sich diesem komplexen Thema erfolgreich stellt, wie man gemeinsam mit seinem Kind einen guten Weg findet, damit umzugehen, seine Rechte durchzusetzen und Förderangebote und Möglichkeiten für Nachteilsausgleich zu nutzen.

Wir geben Ihnen Antworten, auch auf Fragen, die Ihnen vielleicht noch gar nicht so bewusst waren.

Unsere Mitglieder erhalten individuelle Beratung durch kompetente Ansprechpartner.

Legasthenie und Fremdsprachen

Fremdsprachen stellen Menschen mit Legasthenie vor neue Probleme. Machen Sie sich die Neugier und die Motivation Ihres Kindes zunutze. Englischsprachige Bücher im jeweiligen Wortschatz-Niveau, gute Lernsoftware oder ein Sprachaustausch können den Lerneifer unterstützen.

  • Goldene Regel auch hier: Lesen können (und damit Wissensaufnahme) kommt vor Rechtschreibung.
  • Die Bedeutung, die Aussprache und die Rechtschreibung einer neu zu erlernenden Vokabel gleichzeitig verinnerlichen.
  • Strukturiertes Arbeiten, spielerisches Lernen, Einsatz der Lautgebärdensprache und das Lesen von unbekannten Texten sind wichtige Eckpunkte für das Sprachtraining.
  • Lassen Sie Ihr Kind häufig deutlich und langsam sprechen und die Vokabeln buchstabieren und sprechen, wie sie geschrieben werden. Verwenden Sie keine Abkürzungen (nicht I'm, sondern I am).
  • Täglich zehn Vokabeln üben und freie Sätze bilden. Legen Sie gemeinsam eine Struktur für die Arbeit mit dem Englisch-Buch fest (zum Beispiel erst die Grammatik-Seite, dann die Übungen).

In unserem BVL-Shop finden Sie unsere BVL-Ratgeber zum Fremdspracherwerb Englisch, Französisch und Latein.

In Mitgliederbereich der BVL-Webseite haben wir für Sie eine Information zur Fremdsprachenwahl zusammengestellt.

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Ihre Mitgliedschaft zählt!

Menschen mit Legasthenie und Dyskalkulie haben Anspruch auf Toleranz, Förderung und Chancengleichheit in Schule, Ausbildung und Beruf.

Wir vertreten mit Nachdruck Ihre Interessen. Und je mehr Stimmen wir vereinen, desto größer ist dieser Nachdruck – seien Sie eine davon!

Tanja Scherle
Bundesvorsitzende

 

 

 

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